11. Februar – Noch mehr Mekong!

P1020600Nichts ist besser für einen guten Nachtschlaf als ein bisschen Sport…

Nachdem wir gestern Abend den Weg über den endlos langen Holzsteg (angeblich sollen es über 500 m sein!) und dann noch den Aufstieg bewältigt hatten, waren wir fast schon wieder hungrig – und auf jeden Fall müde.

Mit Sterne gucken auf der Terrasse war es ohnehin nichts, denn zum einen war es ziemlich frisch draußen und zum andern schien der Mond so hell, dass die Sterne fast verblassten.

Also gab’s nur noch eine Dusche in Open Air Bad – mit richtig tollem Wasserdruck und endlich mal wieder richtig heißem Wasser! Da hatten unsere letzten beiden Unterkünfte etwas geschwächelt. Unter dicken und ziemlich schweren Decken –  und bei offener Terrassentür, allerdings mit Mückenschutzgitter – schliefen wir fantastisch!

Morgens war dann volle Konzentration angesagt – da nicht in Frage kam, nach dem Frühstück noch mal den Hang hoch zu kraxeln, mussten wir gleich alles mitnehmen, was man so den Tag über braucht. Eine vergessene Sonnenbrille oder Kamera hätte hier doch ziemlich heftige Konsequenzen! Also vergewisserten wir uns mehrfach, dass wirklich alles im Rucksack ist – dann ging’s wieder 165 Stufen (inzwischen hatte ich sie gezählt!!!) runter und über die Felder Richtung Restaurant.

Aber vor dem Abstieg noch kurz ein Bild von unserm Häuschen, das ziemlich weit oben am Hang klebt.
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Dann nahmen wir den Abstieg in Angriff.

Anschließend den hölzernen Steg, ca. 1 m breit und bis zu ca. 2,50 m über dem Boden.
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Das kleine Gartenrestaurant sah in der Morgensonne noch einladender aus als am Abend – knallrote Sonnenschirme leuchteten mit den Stockrosen um die Wette.
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Das Frühstück war allerdings seeeehr gewöhnungsbedürftig!

Die beiden jungen Mädels, die bedienten, sprachen kein Wort Englisch, sagten nur immer wieder “American???” Wir konterten mit “No, German!” – bis uns dämmerte, dass sie erfahren wollten, ob wir ein westliches oder Thai-Frühstück wollten. Nachdem das geklärt war, versuchten wir noch, ihnen klar zu machen, dass Dieter Kaffee wollte, ich Tee. Die Antwort war “No tea!” Ok, dann nahm ich eben auch Kaffee… Irgendwelche Details zum Inhalt des American-Frühstücks konnten wir ihnen nicht entlocken.

Wenig später kam das Frühstück. Eine lauwarme Suppe, die ein bisschen wie Kartoffelsuppe schmeckte, ein Teller mit einem (kalten) Spiegelei, zwei Scheiben sehr betagt aussehender gekochter Schinken, eine in Stücke geschnittene Wurst und ein Streifen Speck, der die Pfanne höchstens im Vorbeigehen gesehen hatte. Dazu zwei Scheiben Toast, ein Minipäckchen Butter und eines mit Marmelade. Außerdem wurden diverse Plastikflaschen mit undefinierbaren Soßen auf den Tisch gepackt, sowie Ketchup, Fischsoße und Chillisoße.

Zwei Gläser mit einem sehr süßen roten Saft und zwei Gläser Wasser rundeten das Mahl ab. Und zu meiner Überraschung bekam ich doch Tee – allerdings Jasmintee, den ich eher weniger mag. Ei und Toast landeten in unserem, der Schinken im Magen einer Katze, die sich erwartungsvoll neben unseren Tisch gesetzt hatte. Wurst und Speck verschmähte das intelligente Tier allerdings genauso wie wir 😉

Nach dem leichten Morgen-Mahl zogen wir davon, immer am Mekong entlang. Diese Straße gehört zu den schönsten und aussichtsreichsten, die wir in Thailand gefahren sind – links tolle Blicke auf den Mekong, der hier eher schmal und sehr von Felsen durchsetzt ist. Am anderen Ufer liegt Laos, fast zum Greifen nah. Rechts eine tolle Berglandschaft, die Lust macht, diese Berge näher zu erkunden.
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Als wir in einem Ort an eine Kreuzung mit Stoppschild kamen und natürlich brav anhielten – direkt gegenüber war ein Polizeiposten und mehrere Beamte saßen davor – konnten diese es nicht fassen, dass jemand tatsächlich die Verkehrsregeln einhielt, schüttelten sich vor Lachen und winkten uns begeistert zu.

In Chiang Khong suchten wir zunächst vergeblich den kleinen Hafen, von dem aus wir vor 5 Jahren nach Laos übergesetzt hatten und die Luang Say für die Fahrt nach Luang Prabang bestiegen hatten. Dann fiel uns ein, dass es ja seit kurzem eine Brücke gab! Einige Kilometer südlich von Chiang Khong wurden wir auch tatsächlich fündig: Eine nagelneue 4-spurige Straße steuert die neue “Freundschaftsbrücke” an. Ein ziemlich futuristisch anmutender Komplex mit Einwanderungs- und Zollbehörden verbirgt allerdings den Blick auf die Brücke.
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Ein paar Rucksackreisende kamen mit dem Tuktuk an und mussten sich dann den umständlichen Zoll- und Passkontrollen unterziehen, bevor sie über die Brücke durften. Wenn ich diese Riesenrucksäcke so sehe – und meist ist ja noch ein zweiter vor den Bauch geschnallt – hab ich den Eindruck, dass viele Backpacker weitaus mehr Gepäck dabei haben als wir!
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Da wir nicht über die Brücke wollten (und mangels Pässen auch nicht konnten), fuhren wir weiter – hielten aber immer wieder an, um den Mekong zu sehen und Boote dabei zu beobachten, wie sie sich sehr vorsichtig ihren Weg um die Felsen herum suchten.
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An einem kleinen Aussichtspunkt machten wir halt – allerdings sah man nichts besonderes, wenn man mal von der netten Mülltonne und den tollen gelben Blüten absieht …
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Auf dem Rückweg fanden wir dann doch noch den früheren Fährhafen, der jetzt allerdings stillgelegt ist und nur noch dem “kleinen Grenzverkehr” der Einheimischen dient.
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Zurück im Rai Saeng Arun mussten wir wieder unsere Bestellungen fürs Abendessen aufgeben, bevor wir uns erneut an den langen Weg zu unserem Bungalow machten. Von der Rezeption, vor der Gemüse und Salat wächst …
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… geht es über die Straße, dann auf dem ersten Steg über Felder.
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(Ganz oben auf dem Hügel hinten im obigen Bild, ziemlich genau in der Verlängerung des Steges, kann man unseren Bungalow erahnen!) Weiter ging’s über Treppen runter zum Teich, vor uns zwei kofferschleppende Angestellte…
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Jenseits des Teiches dann wieder über Stege.
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… dann noch 165 ziemlich steile Stufen und es ist (fast) geschafft!! Zum Schluss geht es noch ein Stück Weg bergauf, vorbei an einem anderen Bungalow, der im Bambus-Wald fast verborgen ist…
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… bis wir “daheim” sind.
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