29. Juni – Hoch im Westen: Empfang mit Roten Pfeilen

P1150448Heute ging es in völlig unbekannte Gegenden: Auf die Äußeren Hebriden!

Die Inseln Lewis und Harris sowie Uist sind nicht gerade einfach erreichbare Ziele – und auch keine mit Schönwettergarantie – aber sie reizen uns schon seit Jahren.

Mit dem Hopscotch-Ticket von Caledonian MacBrayne können wir ziemlich günstig von Insel zu Insel hüpfen (auch unser Auto hüpft mit Zwinkerndes Smiley).


Der erste Hüpfer ging heute nach Lewis/Harris – und in Stornoway wurden wir von den Red Arrows mit einer spektakulären Show empfangen.
Schwieriger als die Reise war allerdings der Aufbruch. Eggs Benedict mit Lachs, die Charlotte uns zum Frühstück servierte, konnten uns weder darüber hinweg trösten, dass es draußen in Strömen goss, noch über den Abschied von Charlotte, Bill und Ben Tianavaig.

Die Fähre ging erst um 14:20, Charlotte ließ uns so lange im Zimmer bleiben, bis der Regen aufhörte und wir das Auto beladen konnten, ohne pitschnass zu werden.

Danach noch ein kleiner Rundgang – und ein Foto von dem Schild im Hafen von Portree, auf dem mehrsprachig vor rangierenden Bussen gewarnt wurde:

Zum Vergrößern auf die Bilder klicken - sonst kann man den Babel-Text nicht erkennen :)

Vielleicht sollten die Verantwortlichen beim nächsten Mal nicht Babelfish konsultieren, sondern einen Übersetzer beauftragen! Smiley Aber offenbar liest sowieso kein Mensch dieses Schild wirklich …
Wir machen uns allmählich – im wieder einsetzenden Regen – auf den Weg. Erst noch einen Abstecher auf eine Halbinsel vor Portree, dort hat man tolle Blicke auf den Ben Tianavaig (nicht das B&B, sondern den Berg) – aber Regen und Nebel verdarben uns die Sicht.

Resigniert fuhren wir durch den Regen Richtung Uig, zum Fährhafen, checkten ein und setzten uns dann ins immerhin geheizte Terminal (draußen hatte es 13°C!!!), wo es auch WLan gab.
Und dann passierte eines der vielen schottischen Wetter-Wunder: Es klarte auf, die Sonne kam raus und es wurde fast sofort warm! Also noch ein Kaffee auf der Terrasse des Hafen-Cafés, bevor es auf die Fähre ging.
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Dort hieß es “Leinen los!” und wir legten ab.
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Der Nordwest-Zipfel von Skye zog langsam an uns vorbei …
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Ein Tässchen Tee, ein bisschen lesen, mal draußen umschauen  – schon kam der Hafen von Tarbert in Sicht und wir waren auf den Hebriden! Auf der Insel Lewis und Harris. Klingt komisch, ist auch seltsam – der nördliche Teil der Insel heißt “Lewis”, der südliche “Harris” – von dort kommt der berühmte Harris Tweed!
Erster Eindruck: Ziemlich steinig …
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Zweiter Eindruck: Alle Straßenschilder sind zuerst in Gälisch, dann erst in Englisch beschriftet. Macht nix – wir haben ja unser Navi, das uns zu unserer Unterkunft in Stornoway  lotsen sollte. Eigentlich braucht man das hier gar nicht , es gibt fast immer nur eine einzige mögliche Straße – und der folgten wir über heftige Pässe von Harris nach Lewis.

Eine sehr karge Landschaft, fast wie im Hochgebirge – im Norden wurde es dann deutlich freundlicher und man sah auch mal Bäume.
Wir rollten auf Stornoway zu, als ich am Himmel blau-weiß-rote Streifen sah. Und dann bemerkten wir, dass eine Formation von kleinen Kampfjets atemberaubende Flugmanöver am Himmel vollführte.IMGA0082
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Ein älterer Herr (der, wie er uns erzählte, in den 1960er Jahren als Militärpolizist in Berlin am Checkpoint Charlie eingesetzt war), erklärte, dass es sich hier um die “Red Arrows” handelt, eine Kunstflugstaffel der Royal Airforce, die nicht wegen unserem Besuch ;-), sondern wegen des 150. Jubiläums des Hafens von Stornoway ihre Künste zeigten.
Wir sahen eine Weile staunend und begeistert zu, dann suchten wir unsere heutige Unterkunft, das Solas Guesthouse”. Von außen fast unscheinbar, innen aber sehr schön, viel Holz, viel Platz und ein toller Blick aufs Meer.

Und zur Linken auf den Flughafen – und dort landeten gerade einer nach dem anderen die Roten Pfeile und parkten ihre fliegenden Kisten.

OK – das Bild ist nicht von mir, sondern von der RAF – aber genau so sah es von unserem Balkon aus (nur hatte ich meine Kamera blöderweise im Auto gelassen …)
Nachdem wir die Flieger ausgiebig bewundert hatten, sahen wir uns mal im Zimmer um – auch das kann sich sehen lassen.
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Stornoway ist nicht gerade mit Pubs und/oder Restaurants gesegnet und überall war es wegen des Hafen-Jubiläums brechend voll. Selbst vor den Take-aways standen lange Schlangen – aber wir ergatterten einen Platz an der Bar des Crown Inn und arbeiteten uns von dort langsam ins Restaurant vor – wo es fangfrischen Lachs mit Blick auf den Hafen gab.

Das war unsere heutige Route:

Ein Kommentar zu “29. Juni – Hoch im Westen: Empfang mit Roten Pfeilen

  1. Wunderschöne Bilder! Hat mich direkt zurück versetzt zu unserer eigenen Reise bis hinauf nach Sky. So traumhaft schön, dass es nicht allzu dramatisch ist wenn das Wetter typisch schottisch ist 🙂

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